30. November 2020

Für meinen heutigen Blogbeitrag hatte ich im Rahmen einer Kooperation* die Gelegenheit, Christian Sieg, Geschäftsführer der deutschen Europazentrale von Parmigiani Fleurier, meine Fragen der Kategorie „10 Fragen an“ zu stellen. Vielleicht kennen einige von Euch ja bereits mein Video zu zwei tollen Uhren der Marke Parmigiani Fleurier auf Youtube. Falls nicht, schaut dort sehr gerne mal rein.

Ganz viel Spaß beim Lesen dieses neuen Beitrags wünsche ich Euch 🙂

Stell Dich bitte den Leserinnen und Lesern kurz vor:

Ich heiße Christian Sieg, komme aus Hamburg und bin der Geschäftsführer von Parmigiani Fleurier in unserer europäischen Zentrale in München.

1. Wie bist Du in die Uhrenwelt hineingerutscht?

Ich bewarb mich als Außendienstmitarbeiter bei Cartier für den Bereich Accessoires und hatte die Verantwortung für die damalige Lizenz, nämlich Yves-Saint-Laurent Uhren mit anzubieten.

2. Wie lange befasst Du Dich bereits privat mit Uhren und wie lange geschäftlich?

Die Grenzen verschwimmen ein wenig, denn privat mochte ich Uhren immer schon gern aufgrund ihrer Verschiedenartigkeit im Bereich der Antriebe sowie der unzähligen Möglichkeiten im Design.

3. Welche Uhr war die erste, die Du Dir gekauft/die Du bekommen hast?

Meine erste Uhr war eine Timex mit Handaufzug und ich liebte es, heimlich abends mit der Taschenlampe unter der Bettdecke die Zeiger zum Leuchten zu bringen.

Christian Sieg GF Parmigiani Fleurier Distribution Deutschland GmbH

Christian Sieg, Geschäftsführer der deutschen Europazentrale von Parmigiani Fleurier (Bildquelle: Parmigiani Fleurier).

4. Was macht Deiner Meinung nach die perfekte Uhr aus?

Darüber wird ja schon seit Jahrzehnten gestritten, meist mit dem Tenor: “ Die perfekte Uhr gibt es nicht“ – da bin ich ganz anderer Meinung. Es gibt sie, die perfekte Uhr – und zwar zig-millionenfach an den Handgelenken der Träger*in! Denn jede dort getragene Uhr ist das Ergebnis eines sorgfältig ausgewählten Handelns seines Frauchens/Herrchens – nämlich den Auswahlprozess und das Zusammentreffen von Bedürfnis, Geschmack und Brieftasche. Insofern ist die perfekte Uhr, die Uhr, die sich der Besitzer*in individuell für seinen Typ ausgesucht hat. Somit gibt es ganz viele perfekte Uhren.

5. Welches Uhrenmodell, gerne aus der eigenen Produktpalette, magst Du warum am meisten?

Wenn man beruflich damit zu tun hat und zusätzlich noch in einer verantwortungsvollen Position eines produzierenden Herstellers von exklusiven Schweizer Maunfaktur-Uhren ist, fällt das Urteil vermeintlich einseitig aus, daher überrascht es Dich sicher, dass ich zu meinem Lieblingsmodell aus der eignen Kollektion , nämlich dem neuen Tondagraph GT, einem 100m wasserdichten Chronograph mit Jahreskalender und Groß-Datum in der Stahl/Stahl Version, den ich sowohl als Dresswatch (also zu eleganteren Anlässen oder im Business) wie auch als Sportuhr mit Jeans und Sneaker (ja, das trage ich auch – lach!) auch weitere Ikonen der langen Geschichte der Uhrmacherei gut finde und zwar entweder aus ästhetischen Gründen oder den Alleinstellungsmerkmalen. Und wenn diese Manufakturen auch noch in privater Hand sind, ist das für mich ein klares Plus, so wie zum Beispiel bei Patek Philippe, Audemars Piguet und Rolex.

 

Fachbuch
Vom Profi lernen

Bald erwartet Euch an dieser Stelle mein eigenes Fachbuch rund um den Uhrenkosmos. Egal ob Ihr neu im Hobby oder bereits länger den Uhren verfallen seid, Ihr könnt gespannt bleiben!

Der Tondagraph GT Steel Black

Der Tondagraph GT Steel Black. Ein 100m wasserdichter Chronograph mit Groß-Datum und einem Jahreskalender (Bildquelle: Parmigiani Fleurier).

Tonda GT in Vollgold mit blauem Zifferblatt.

Das Modell Tonda GT in Vollgold mit blauem Zifferblatt (Bildquelle: Parmigiani Fleurier).

6. Lieber Uhren mit Automatikwerk, Quarzwerk oder mit Handaufzug?

Da ich ein ausgeprägter Wechselträger bin, komme ich sehr gut mit dem automatischen Aufzug meiner Uhr zurecht, schätze als Komplikation unseren Handaufzug und beäuge sicher keinen Taucher kritisch, der sich auf seine Funktionsuhr, die batteriebetrieben läuft, verlässt. Für mich ganz persönlich ist Quarz – zumindest als Herrenuhr ein „No-Go“, aber das ist definitiv beruflich bedingt (lach!).

7. Findest Du größere oder kleinere Uhren besser?

Ich habe mich an größere Uhren gewöhnt und empfinde – wenn ich im Vergleich eine kleinere Uhr ans Handgelenk lege – diese tatsächlich als „zu“ klein.

8. Wenn Du morgen auf eine einsame Insel reisen müsstest, welche drei Gegenstände würdest Du mitnehmen? Wäre eine Uhr dabei und falls ja, welche?

Einen E-Reader mit unlimitiertem Datenvolumen zum Verschlingen all jener Bücher, die ich immer schonmal lesen wollte.

Ein dickes Kochbuch aus dem ich unerschöpflich für kulinarische Abwechslung sorgen könnte.

Mein Smartphone, um mit der Welt „da draußen“ wenigstens drahtlos in Verbindung zu bleiben.

9. Welchen Tipp würdest Du aus Deiner Perspektive kleineren Brands oder Händlern geben, welche den Mut gefasst haben, sich in der Uhrenindustrie zu verwirklichen?

Kleinen Händlern würde ich als Tipp mitgeben, da ein breites Sortiment unglaublich kapitalintensiv ist – sich zu spezialisieren unter Berücksichtigung des Kundenumfeldes sowie der Marktbegleiter vor Ort. Kleinen Brands würde ich empfehlen, nachdem sie bei der Entwicklung ihrer Modelle Zielgruppe(n) vor Augen haben, die entsprechenden Handelskanäle, die diese Zielgruppe bedienen, zu überzeugen und für sich zu gewinnen.

10. Welches Material findest Du für Armbanduhren am spannendsten?

Weißgold, denn das sieht aus wie Edelstahl, aber der Träger weiß, welchen Wert seine Uhr in Wirklichkeit hat. Dies ist sicher meiner hanseatischen Herkunft geschuldet (als Hamburger), denn uns sagt man nach „den (un)echten Pelz nach innen zu tragen“ :).

Du hast das letzte Wort:

Ich habe mich gefreut, Deinen Zuschauern etwas „Echtes“ aus unserem Haus zu präsentieren, nämlich nicht nur Uhren, sondern einen echten Menschen, der hinter der Marke steht und sich freut, wenn Deine Reportagen und Portraits zur Verbreitung des exzellenten Rufs unserer Manufaktur Parmigiani Fleurier beitragen.

Herzlichen Dank!

Vielen Dank fürs Mitmachen und das Beantworten meiner 10 Fragen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht!

Vielen Dank auch an alle Leser, die regelmäßig meine neuen Beiträge hier im Blog verfolgen, Ihr seid eine tolle Community.

Macht es gut, bis bald 🙂

Euer Florian

*Dieser Beitrag ist Bestandteil einer kommerziellen Kooperation

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