14. Juli 2020

10 Fragen an die Gründer des „Watchclub Germany“

Für meinen heutigen Blogbeitrag hatte ich die Gelegenheit Leonardo und Pierre meine Fragen der Kategorie „10 Fragen an“ zu stellen. Wer die beiden eigentlich sind und was genau Sie zu meinen Fragen alles sagen, erfahrt Ihr nun hier in diesem neuen Blogbeitrag.

Ganz viel Spaß beim Lesen dieses neuen Beitrags wünsche ich Euch!

Stellt Euch doch bitte den Leserinnen und Lesern kurz vor:

Wir sind Leonardo und Pierre, die Gründer des Watch Club Germany. Der Watch Club Germany ist ein Club für Uhrenliebhaber und -Sammler aus ganz Deutschland. Neben einem aktiven Austausch der Community veranstalten wir regelmäßig Events (durch die aktuelle Situation in Form von Webinaren), um mehr über die Welt der Uhren, die Marken und ihre Historien, sowie die Besonderheiten einzelner Modelle zu erfahren.

1. Wie seid Ihr in die Uhrenwelt hineingerutscht?

Pierre: Erstmals so richtig habe ich mich mit dem Thema Uhren befasst, als das Thema im Deutschrap polarisiert hat. Das war vor etwas 8-10 Jahren mit Bushido, Kay One, und Co. Das klingt erstmal komisch, hat aber dazu geführt, dass ich mich über das Internet und regelmäßige Besuche bei Juwelieren immer mehr in das Thema eingearbeitet habe. Heute ist es für mich eine Leidenschaft, die nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken ist.

Leonardo: Ich bin durch Pierre vor etwa 3 Jahren auf das Thema Uhren aufmerksam geworden. Davor waren Uhren für mich (gerade Luxusuhren) ein teures unnötiges Accessoire, durch Pierres Fachwissen konnte ich aber immer besser verstehen, was es mit hochwertigen Armbanduhren auf sich hat und wieso jeder Mann mindestens eine vernünftige Uhr besitzen sollte.

2. Wie lange befasst Ihr Euch bereits privat mit Uhren und wie lange geschäftlich?

Pierre: Privat seit etwa 8-10 Jahren.

Leonardo: Bei mir sind es wie erwähnt nun etwa 3 Jahre, quasi mit dem Kauf meiner ersten Uhr.

3. Welche Uhr war die erste, Ihr Euch gekauft/die Ihr bekommen habt?

Pierre: Die erste Uhr, welche ich mir selbst gekauft habe, war die Panerai Luminor 8 Days 44mm in der Titanausführung (PAM00564). Davor gab es nichts wirklich Erwähnenswertes.

Leonardo: Wenn wir die Kinder „Flik Flak“ außer Acht lassen, war die erste Uhr die ich bekommen habe eine Festina, das genaue Modell weiß ich aber nicht mehr. Dafür erinnere ich mich umso besser an die erste Uhr, welche ich mir selbst gekauft habe. Eine Rolex GMT Master II 11671 BLNR, besser bekannt als Batman, im Jahr 2017.

Unique Piece von Moser für den Watchclub Germany mit Sicht auf das Zifferblatt

Die Vorderseite der im Text erwähnten H. Moser & Cie als Einzelstück für den Watchclub Germany (Bildquelle: WCG)

4. Was macht Eurer Meinung nach die perfekte Uhr aus?

Pierre: Entweder sehr schwer, durch Edelmetalle wie Gold oder Platin, oder sehr leicht und sportlich, durch Carbon und/oder Graphen. Allerdings gibt es in meinen Augen nicht die perfekte Uhr, sondern nur die perfekte Uhr für einen bestimmten Anlass.

Leonardo: Eine gute Mischung aus Historie und Uhrmacherkunst, sowie die passende Balance zwischen aufmerksamkeitserregend und schlicht. Ich stimme aber Pierre zu, es kommt eher auf die Umstände oder den Anlass an, welche Uhr am besten passt.

5. Welches Uhrenmodell, gerne aus der eigenen Produktpalette, mögt ihr warum am meisten?

Pierre: Mir hat es die 5712/1A von Patek Philippe angetan. Unüblich aber dennoch sehr „erotisch“ finde ich auch die F. P. Journe Chronometre Souverain Nacre Platin.

Leonardo: Leider gibt es noch keine Kleinserie einer WCG-UHR. Daher muss ich mich wohl bei einer anderen Marke bedienen. Neben unserem Einzelstück mit H. Moser (H. Moser & Cie. Endeavour Centre Seconds Concept mit weißem Fume Dial „Piece Unique“) finde ich aktuell die Patek Philippe Aquanaut in Stahl am schwarzen Kautschukband sehr cool. Eine sportliche und zugleich sehr elegante Uhr.

 

Fachbuch
Vom Profi lernen

Bald erwartet Euch an dieser Stelle mein eigenes Fachbuch rund um den Uhrenkosmos. Egal ob Ihr neu im Hobby oder bereits länger den Uhren verfallen seid, Ihr könnt gespannt bleiben!

Unique Piece von Moser für den Watchclub Germany mit Sicht auf das Werk

Die Rückseite der im Text erwähnten H. Moser & Cie als Einzelstück für den Watchclub Germany (Bildquelle: WCG)

6. Lieber Uhren mit Automatikwerk, Quarzwerk oder mit Handaufzug?

Pierre: Automatik.

Leonardo: Spielt für mich dann eine untergeordnete Rolle, wenn das Werk in das Gesamtkonzept der Uhr passt.

7. Findest Du größere oder kleinere Uhren besser?

Pierre: Mittel, 39mm und 40mm.

Leonardo: Hier spalten sich vermutlich die Gemüter was groß und was klein ist. Ich stimme aber Pierre zu, für mein Handgelenk sind 39mm/40mm Modelle die besten (mit einzelnen Ausnahmen).

8. Wenn Ihr morgen auf eine einsame Insel reisen müsstet, welche drei Gegenstände würdet Ihr mitnehmen? Wäre eine Uhr dabei und falls ja, welche?

Pierre: Ganz klare Kiste. Eine Taucheruhr, wenn ich mal die Fische jagen muss. Vorzugsweise eine Rolex Submariner in Weißgold, man weiß ja nie ;-). Ein Iphone 11 Pro Max, für gute Wristshots, wann hat man schon mal eine private Insel für sich. Und zu guter Letzt vielleicht noch eine Solarladestation für das Handy.

Leonardo: Da es als eine „Reise“ bezeichnet wird, gehe ich davon aus, dass wir wieder abgeholt werden. Da wir als Watchclub Germany zusammen reisen, würde ich zusätzlich zu Pierres Ausstattung noch eine weitere coole Uhr für den Flex auf einer einsamen Insel einpacken. Möglicherweise die 26331BC von Audemars Piguet, die kommt im sonnendurchtränkten, türkisblauen Wasser mit ihrem Frosted Gold sicher super gut zur Geltung. Und falls wir doch nicht mehr geholt werden, können wir durch das Funkeln ja vielleicht Boote oder Flugzeuge auf uns aufmerksam machen ;-). Wristshots am Lagerfeuer kommen sicher auch gut, daher noch ein Feuerzeug (das größte das ich finden kann) und zu guter Letzt noch ein Messer, es sein denn Pierre will die Fische mit seiner Rolex jagen :).

9. Welchen Tipp würdet ihr aus Eurer Perspektive kleineren Brands oder Händlern geben, welche den Mut gefasst haben, sich in der Uhrenindustrie zu verwirklichen?

Pierre: Qualität über Quantität. Auch wenn die Aussicht auf höhere Margen oder Gewinne oft verlockend ist, könnte sich ein limitiertes Angebot (nicht limited Editions) positiv auf den Verkauf auswirken. Umgekehrt könnte die kontinuierliche Steigerung von verfügbaren Uhren der Marke schaden und bei den Käufern Desinteresse auslösen.

Leonardo: Für Brands kann ich glaube ich keine Tipps geben. Bei Händlern oder kleineren Juwelieren würde ich sagen, dass der Service extrem entscheidend ist. Heutzutage gibt es aus meiner persönlichen Erfahrung nur wenige Juweliere, bei denen man sich tatsächlich willkommen und sehr gut aufgehoben fühlt. Dabei  ist das eigentlich ein essentieller Teil des Kauferlebnisses, gerade wenn wir uns im Luxusbereich bewegen. Fällt dieser (nicht fingierte) Service oder das einladende Kauferlebnis weg, ist der Weg des Kunden zum Onlinekauf ein Kurzer.

10. Welches Material findet Ihr für Armbanduhren am spannendsten?

Pierre & Leonardo: Wir feiern unübliche Materialien sehr. Sei es Carbon, Graphen, Saphir oder Keramik. Je unüblicher das Material, desto höher in der Regel die Herausforderung, daraus eine Uhr, ein Gehäuse, ein Uhrwerk oder ähnliches zu produzieren. Und wenn dies dann erreicht wird bzw. die Marke damit einen Prototypen oder eine Neuheit erschafft, ist es extrem beeindruckend. Uns fallen hier Modelle wie die RM 35-02 oder  Hublot Spirit of Big Bang Tourbillon Carbon Blue ein, welche uns schwer beeindruckt haben.

Ihr habt das letzte Wort:

Pierre & Leonardo: Uhren sind ein großartiges Hobby und super spannend. Sei es das Thema Design, die Uhrmacherkunst, welche sich in Gehäusen, Werken oder Armbändern widerspiegelt, oder einfach nur das Wissen, welches man sich über die verschiedensten verwendeten Materialien aneignen kann. Das Thema ist sowohl hochkomplex als auch unglaublich vielschichtig. In der Regel ist auch für jeden (der darauf Lust hat) etwas dabei. Dabei ist uns häufig aufgefallen, dass sich die Meinungen bei Uhren (wie auch bei anderen Hobbys) stark unterscheiden. Was der eine liebt, das hasst der andere. Und das ist auch vollkommen in Ordnung so. Wenn wir alle das Gleiche cool finden würden, dann wäre das Ganze nicht so spannend. Wichtig ist jedoch, dass alles in einem toleranten Rahmen stattfindet und jedem Uhrenliebhaber und -Sammler seine Meinung und Leidenschaft zugestanden wird. So hat jeder Spaß an dem Hobby und der Austausch, die Erweiterung des Horizonts und die Leidenschaft können ohne Einschränkungen gedeihen. Genau hier setzt der Watchclub Germany an. Und wir hoffen, dass es noch lange so weitergeht 🙂  Vielen Dank für die Möglichkeit einen Beitrag auf deinem Blog zu leisten, Flo. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit diesem sehr coolen Format.

Lieber Pierre, lieber Leonardo, vielen Dank fürs Mitmachen und das Beantworten meiner 10 Fragen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich wünsche Euch jeden erdenklichen Erfolg für Eure derzeitigen und zukünftigen Projekte.

Vielen Dank auch an alle Leser, die bis zum Ende dabei waren, genau für Euch mache ich diesen Content! Falls Ihr nicht genug bekommen könnt und bisher vielleicht noch nicht alle Blogbeiträge gelesen habt, schaut sehr gerne mal hier vorbei und checkt natürlich auch sehr gerne direkt den Instagramaccount des Watchclub Germany aus, es lohnt sich!

Macht es gut, bis nächste Woche 🙂

Euer Florian

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung.

0