30. Juli 2020

10 Fragen an den Uhrenblogger Ed von „exitwatch“

Für meinen heutigen Blogbeitrag hatte ich die Gelegenheit den Uhrenblogger Ed von  exitwatch meine Fragen der Kategorie „10 Fragen an“ zu stellen. Vielleicht kennen einige von Euch bereits den Instagramkanal von exitwatch. Für alle anderen sei an dieser Stelle kurz erwähnt, dass er ein stetig wachsendes und durchaus relevantes Instagramprofil zum Thema Uhren betreibt, aber das erzählt er Euch am besten selbst 🙂

Ganz viel Spaß beim Lesen dieses neuen Beitrags wünsche ich Euch!

Stell Dich bitte den Leserinnen und Lesern kurz vor:

Hallo Leute, viel gibt es nicht zu sagen, ich mag Fotografie und Uhren, beides verbinde ich – mal mehr, mal weniger – auf meinem Instagram Account „exitwatch“. Schaut mal rein und viel Spaß mit dem Interview.

1. Wie bist Du in die Uhrenwelt hineingerutscht?

Interessant, dass du „hineingerutscht“ verwendest. Ich denke, bei vielen aus der Szene trifft genau das zu. Man ist durch den Kauf einer Uhr in etwas drin, aus dem man vernünftigerweise wieder raus will, sucht das „Next Level“ oder die Uhr, die einem dem Ausstieg aus dem Karussell ermöglicht, aber will immer noch an der Szene partizipieren können. Verständlich bei der Faszination, die Uhrwerke, Historien und Designs bieten.

Wirklich aufmerksam wurde ich persönlich auf die Uhrenindustrie durch eine Doku-Reihe über das Gemini und Apollo Programm der Nasa und seinerzeit durch meinen Vater, welcher einen Haufen von Vintage-Uhren angehäuft hatte.

2. Wie lange befasst Du Dich bereits privat mit Uhren und wie lange geschäftlich?

Aktuell nur privat und dies schon seit ca. 13 Jahren. Aber nicht durchgängig, Uhren sind für mich „nur“ eines von vielen Interessen.

3. Welche Uhr war die erste, die Du Dir gekauft/die Du bekommen hast?

Die erste richtige Uhr, welche ich mir selber gekauft habe, war die Seamaster 300 Diver. Die erste richtige Uhr, die ich (zum Abschluss) geschenkt bekommen habe, war eine Patek Aquanaut aus den 2000er Jahren, viel zu kleine 36mm und ein grässliches Gummiarmband. Die Uhr habe ich übrigens immer noch.

Daytona und GMT Master II von Rolex
Eine Rolex Daytona zusammen mit einer Rolex GMT Master II, beide auf dem Instagramaccount von exitwatch zu sehen (Bildquelle: exitwatch).
4. Was macht Deiner Meinung nach die perfekte Uhr aus?

Gute Frage! Bei vielen Modellen erblickt man oft etwas, das einen unglaublich stört, sei es die Größe oder ein Detail, auf das ich immer ein Auge werfen muss. Die „perfekte Uhr“ ist für mich eigentlich jede Uhr, die in sich stimmig ist oder eine gewisse Historie hat. Die Vacheron Constantin Overseas Tourbillon beispielsweise. Da stimmt optisch einfach alles. Ein anderes Beispiel wären die Panerais mit den sog. California Dials. Ich habe mir sagen lassen, dass diese Zifferblätter gemacht wurden, damit ein Taucher ohne Uhr unter Wasser die Uhrzeit auf der Uhr seines Kollegen ablesen konnte. Sowas macht eine Uhr für mich perfekt, auch wenn ich es ästhetisch gesehen nicht gänzlich ansprechend finde.

5. Welches Uhrenmodell, gerne aus der eigenen Produktpalette, magst Du warum am meisten?

Die Rolex GMT Pepsi. Einfach eine tolle Neuinterpretation der legendären PAN AM GMTs. Ich mag einfach das lässige Statement durchs Jubilee Band und den Toolwatch Charakter der Uhr. Auch wenn die GMT Funktion heutzutage wahrscheinlich genauso obsolet ist wie eine mechanische Uhr zu tragen, ist es doch ein tolles Accessoire.

 

Fachbuch
Vom Profi lernen

Bald erwartet Euch an dieser Stelle mein eigenes Fachbuch rund um den Uhrenkosmos. Egal ob Ihr neu im Hobby oder bereits länger den Uhren verfallen seid, Ihr könnt gespannt bleiben!

Omega Speedmaster
Eine Omega Speedmaster von exitwatch (Bildquelle: exitwatch).
6. Lieber Uhren mit Automatikwerk, Quarzwerk oder mit Handaufzug?

Völlig egal. Ich schätze die Alltagstauglichkeit der Automatikwerke sehr. Ich mag aber auch Handaufzugswerke, da das Aufziehen und Stellen der Uhrzeit wie ein Ritual ist, bevor man den Tag startet. Man muss seine Aufmerksamkeit kurz der Uhr schenken und dies hat schon etwas für sich. Quarz ist leider zu einem „Schmuddelbegriff“ in der Szene verkommen – völlig zu Unrecht. Grand Seiko zum Beispiel. Was diese Company an Werken herstellt steht locker auf einer Stufe mit Uhrwerken aus der Schweiz. Dies realisieren zum Glück auch die Enthusiasten.

7. Findest Du größere oder kleinere Uhren besser?

Ich mag kleine Uhren, aber alles unter 40mm geht leider gar nicht. Die sehen an meinem Handgelenk aus wie Kinderspielzeug. Große Uhren – alles über 43mm – sehen einfach nur derb aus bzw. sind „zu laut“. Die perfekte Größe ist für mich also alles zwischen 40mm und 43mm. Außer bei einer Dresswatch und der Daytona, die kann ruhig einen 39mm Durchmesser haben.

8. Wenn Du morgen auf eine einsame Insel reisen müsstest, welche drei Gegenstände würdest Du mitnehmen? Wäre eine Uhr dabei und falls ja, welche?

Puh, ich bin ja so gar kein Fan von „einsamer Insel“ ohne Versorgung oder Kommunikationsmöglichkeiten. Daher würde ich auf jeden Fall eine Breitling Emergency mitnehmen, um einfach wieder schnell von der Insel runter zu kommen.

9. Welchen Tipp würdest Du aus Deiner Perspektive kleineren Brands oder Händlern geben, welche den Mut gefasst haben, sich in der Uhrenindustrie zu verwirklichen?

Authentizität, Kommunikation der Marke, eigene Designs und wenn möglich bitte keine Limited Editions, dies sind für mich die wichtigsten Aspekte einer kleinen Brand. Die Baltic Chrono mit dem Salmon Dial zum Beispiel, wunderschön, leider limitiert und nicht mehr zu haben. Die „normale “ Variante finde ich leider langweilig. Persönlich besitze ich daher (noch) keine Uhr einer kleineren Brand, was ich etwas schade finde.

10. Welches Material findest Du für Armbanduhren am spannendsten?

Recycling Stahl. Nachhaltigkeit ist ein Thema um das niemand ernsthaft herumkommen wird. Da wir bei Luxusuhren immer auch über Lifestyle und Statement reden, sehe ich hier eine sehr große Chance für Hersteller sich zu positionieren. Chopard macht in der Richtung schon etwas mit der Alpin Eagle.

Du hast das letzte Wort:

„Love the Watch, not the Brand“.

PS: Hat den Spruch schonmal jemand gebraucht?

Vielen Dank fürs Mitmachen und das Beantworten meiner 10 Fragen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich wünsche Dir jeden erdenklichen Erfolg für Deine derzeitigen und zukünftigen Projekte.

Vielen Dank auch an alle Leser, die regelmäßig meine neuen Beiträge hier im Blog verfolgen! Falls Ihr noch Fragen oder Anregungen für zukünftige Beiträge habt, dann schreibt mir diese sehr gerne über mein Kontaktformular hier auf der Homepage.

Macht es gut, bis nächste Woche 🙂

Euer Florian

Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung.
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