7. Dezember 2020

In diesem neuen Blogbeitrag möchte ich Euch gerne im Rahmen meiner Kooperation* mit Parmigiani Fleurier etwas in die Geschichte dieser sehr spannenden Marke mitnehmen. Von den Anfängen bis hin zu den aktuellen Zielen werden ich Euch spannende Informationen mit auf den Weg geben und hoffe Ihr habt Freude daran. Falls Ihr mein „10 Fragen an“ Interview mit Christian Sieg, dem Geschäftsführer der deutschen Europazentrale von Parmigiani Fleurier noch nicht gelesen habt, verlinke ich Euch den Beitrag hier nochmal.

Ganz viel Spaß beim Lesen dieses neuen Beitrags wünsche ich Euch 🙂

Wir schreiben das Jahr 1950, um genau zu sein den 2. Dezember 1950. An diesem Tag wurde Michel Parmigiani in Couvet im Val-de-Travers geboren. Wir befinden uns geografisch also in der Region des schweizerischen Kantons Neuenburg. 16 Jahre nach seiner Geburt, also im Jahr 1966, absolvierte er bis zum Jahr 1969 eine Ausbildung zum Uhrmacher an der Uhrmacherschule in Fleurier. Dieser Ausbildung vorausgegangen war eine schwierige Entscheidung. Denn der junge Parmigiani hatte ein großes Interesse an Technik, wollte aber gerne auch kreativ tätig werden. Diese Möglichkeit hatte er neben der uhrmacherischen Ausbildung auch im Rahmen der Architektur für sich entdeckt, entschied sich zum Glück für uns Uhrenfans dann jedoch wie oben beschrieben für die Welt der Uhrmacherei. Bereits während seiner Grundausbildung wurde klar, dass es besonders die Uhrenrestaurierung war, welche ihm lag, also beschloss Michel Parmigiani sich auf eben diese zu spezialisieren. Nach einer Weiterbildung am Technikum La Chaux-de-Fonds und der Aneignung mikromechanischer Kompetenzen am Technikum Le Locle, beides zwischen 1969 und 1971, besetzte Parmigiani 1973 – 1975 die Stelle als technischer Assistent der Geschäftsführung von Juvenia.

Verschiedene Zifferblätter werden von Parmigiani Fleurier angefertigt

Zifferblätter in der Fertigung (Bildquelle: Parmigiani Fleurier).

Ein Uhrmacher bei der Arbeit

Ein Blick auf die Arbeit eines Uhrmachers (Bildquelle: Parmigiani Fleurier).

Mitten während der Quarzkrise im Jahr 1976, also im Alter von nur 26 Jahren, war es dann soweit, Michel Parmigiani fasste den Entschluss, beruflich in die Selbstständigkeit zu gehen. Diese Idee realisierte er sogleich in Form einer auf Uhrenrestaurierungen spezialisierten eigenen Uhrmacherwerkstatt. Es dauerte nicht lange, bis sich sein Talent herumsprach und Uhrenmuseen sowie Privatsammler die uhrmacherischen Dienste Parmigianis in Anspruch nahmen. So kam es dann letztlich auch zur entscheidenden Begegnung mit Pierre Landolt, dem Präsidenten der Sandoz-Familienstiftung. In den 1980er Jahren nämlich wurde Michel Parmigiani die Verantwortung für die Wartung der Kollektion Mauricve-Yves Sandoz übertragen. Im September des Jahres 1990 gründete Michel Parmigiani das Unternehmen Parmigiani Mesure et Temps in Fleurier, welches wiederum 1996 durch die Sandoz-Familienstiftung übernommen wurde. Im Zuge dessen wurde ebenfalls 1996 schließlich auch die Marke Parmigiani Fleurier gegründet. Mit weitreichenden Ergänzungen der neuen Marke durch verschiedene Kompetenzzentren war man nun in der Lage, in einer extrem hohen Fertigungstiefe und mit einer gehörigen Portion an Innovation, Armbanduhren auf höchstem Niveau zu fertigen.

Fachbuch
Vom Profi lernen

Bald erwartet Euch an dieser Stelle mein eigenes Fachbuch rund um den Uhrenkosmos. Egal ob Ihr neu im Hobby oder bereits länger den Uhren verfallen seid, Ihr könnt gespannt bleiben!

Das Parmigiani Fleurier Headquarter

Das Headquarter von Parmigiani Fleurier (Bildquelle: Parmigiani Fleurier).

Der Tondagraph GT Steel Black

Der Tondagraph GT Steel Black. Ein Chronograph mit Jahreskalender und Großdatum (Bildquelle: Parmigiani Fleurier).

Nach diesem Ausflug in die Geschichte von Parmigiani Fleurier möchte ich mich nun den derzeitigen und geplanten Schritten widmen, um Euch aufzuzeigen, wie die Marke aktuell arbeitet.

Zur Zeit verfügt Parmigiani Fleurier deutschlandweit über 15 Konzessionäre sowie über fünf Verkaufspunkte in Österreich und vier Verkaufspunkte in Skandinavien. Dieser stationäre Facheinzelhandel soll weiterhin gestärkt werden, denn er wird als äußerst wichtiges Bindeglied zwischen dem Endkunden und dem Hersteller gesehen. Auch spricht Christian Sieg, der Geschäftsführer der deutschen Europazentrale von Parmigiani Fleurier bezogen auf den Kernmarkt derzeit von einem Markenpotenzial für insgesamt 50 bis 60 Verkaufspunkte. Kernprodukte für die Männer sind derzeit die neuen Tonda GT Modelle, allen voran der Tondagraph GT, den ich bereits für Euch auf meinem Youtubekanal vorstellen konnte. Für die Damen gibt es attraktive, im Durchmesser 33mm bis 36mm messende Modelle in der Kollektion Tonda Metropolitaine. Auch ein Modell dieser Produktlinie habe ich Euch bereits auf Youtube vorgestellt. Eine absolute Stärke der Marke, welche auch in den genannten Uhren zum Vorschein kommt, ist die immens hohe Fertigungstiefe in der Produktion und die 95-prozentige vertikale Integration. Außerdem erwähnenswert ist sicherlich noch die Tatsache, dass auch ein Großteil hochwertiger schweizer Uhrenmarken verschiedene Komponenten wie zum Beispiel Zifferblätter, Gehäuse und Spiralfedern von der Manufaktur Parmigiani Fleurier bezieht. Ein Ausliefern dieser diversen Bestandteile einer Uhr bis hin zu kleinsten Schrauben, ist als unabhängige Manufaktur dank der unter dem Pôle Horloger zusammengefassten Kompetenzen möglich.

Es lohnt sich, wenn Ihr mich fragt, also durchaus auch mal einen Blick über den Tellerrand der üblichen Verdächtigen in der Uhrenbranche zu werfen und dadurch spannende Marken wie Parmigiani Fleurier entdecken zu können.

Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser, die regelmäßig meine neuen Beiträge hier im Blog verfolgen und diesen hier nun bis zum Ende gelesen haben! Bald gibt es für Euch auf Youtube noch ein kurzes Video zur Geschichte und Markenausrichtung von Parmigiani Fleurier, schaut also gerne vorbei.

Macht es gut bis bald 🙂

Euer Florian

*dieser Beitrag ist im Rahmen einer kommerziellen Kooperation entstanden und enthält Werbung.

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