4. April 2022

Eine Uhr, deren Zifferblatt aus recyceltem Plastikmüll besteht. Das klingt durchaus etwas merkwürdig, ist aber nicht nur eine sehr coole, nachhaltige Idee, sondern sieht auch super gut aus, wie ich finde. Die Oris Aquis Date Upcycle ist bereits seit geraumer Zeit auf dem Markt, hat aber irgendwie erst vor Kurzem meine Aufmerksamkeit geweckt. Ich habe die Uhr nun seit einigen Tagen in meiner persönlichen Sammlung und möchte sie ich Euch gerne auf diesem Wege vorstellen.

Das Modell kommt in zwei Größen daher, so dass man sich zwischen 36,5 mm oder 41,5mm im Durchmesser entscheiden kann. Das Herzstück dieser Uhr ist das bereits erwähnte Zifferblatt. Dieses ist in jeder einzelnen Uhr immer etwas unterschiedlich gestaltet. Man hält also stets ein Unikat in den Händen. Die eigentliche Idee hinter der Uhr ist es etwas gegen die immer weiter zunehmende Verschmutzung unserer Meere durch u.a. große Mengen an Plastikmüll zu unternehmen. Ein Thema, den sich immer mehr Unternehmen annehmen, darunter eben auch Oris. Mit den farbenfrohen Zifferblättern, welche mich in Ihrer Optik unweigerlich an den Kunsststil „Pouring Art“ erinnern, wird etwas Negatives, nämlich der Müll in den Weltmeeren, zu etwas Positivem in Form einer schönen Uhr umgewandelt. Natürlich ist so ein Zifferblatt rein von der Menge des recycelten Plastiks her nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, jedoch soll die Modellreihe Upcylce die Trägerinnen und Träger auch zum Umdenken und einen hoffentlich nachhaltigen Bewusstseinswandel anregen. So viel mal zum allgemeinen Backround der Uhr.

Oris Aquis Date Upcycle am Handgelenk

Meine Oris Aquis Upcycle am Handgelenk.

Ich habe es bereits eingangs erwähnt, ich kann die Upcycle jetzt auch zu meiner eigenen Sammlung zählen und darüber freue ich mich riesig. Doch wie kam es eigentlich dazu. Naja Ihr kennt es, man surft durch das Internet, guckt bei Youtube, guckt bei Instagram und schon ist es so weit, dass die ein oder andere Uhr immer mehr „ins Visier“ rückt. Genauso war es bei mir mit der Oris Aquis Upcycle. Ich hatte bis vor Kurzem noch nie eine solche Uhr in der Hand oder am Handgelenk und tatsächlich hat mich die Upcycle mit dem verrückten Zifferblatt dann schließlich so begeistert, dass ich sie in der 41,5mm Variante einfach blind bestellt habe. Hier nochmal vielen Dank an Ludwig von Juwelier Bauer für die tolle Beratung und Betreuung. Vor wenigen Tagen war es soweit. Das sehnsüchtig erwartete Paket kam an und die Vorfreude war riesen groß. Ich packte das Paket aus, legte die Uhr an und muss sagen, es stimmte auf den ersten Blick einfach alles. Optik, Haptik und das Tragegefühl waren super, die Größe passte perfekt und ich hatte/habe absolut nichts auszusetzen. Bevor ich gleich auf meine Erfahrung aus den ersten Tagen zu sprechen komme, liefere ich Euch nun aber erstmal alle technischen Details zur Uhr:

Gehäusematerial: Edelstahlgehäuse, Keramik-Lünette mit Minutenskala

Durchmesser: 41,50 mm

Glas: Saphirglas, beidseitig gewölbt, Innenseite entspiegelt

Gehäuseboden: Edelstahl, verschraubt, Mineralglas-Sichtboden

Krone: Verschraubt

Wasserdichtigkeit: 30 bar

Bandanstoß: 22 mm

Kaliber: Oris 733, Basis SW 200-1

Aufzug: Automatischer Aufzug

Gangreserve: 38 Stunden

Leuchtstoff: Indexe und Zeiger Superluminova BG W9

Armband: Edelstahl-Gliederband, Sicherheitsfaltschließe mit Verlängerung

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Vom Profi lernen

Bald erwartet Euch an dieser Stelle mein eigenes Fachbuch rund um den Uhrenkosmos. Egal ob Ihr neu im Hobby oder bereits länger den Uhren verfallen seid, Ihr könnt gespannt bleiben!

Oris Aquis Date Upcycle

Meine Oris Aquis Upcycle bei etwas dunkleren Lichtverhältnissen.

Nach einigen Tagen mit der Uhr am Handgelenk kann ich nun sagen, dass die erste Begeisterung durchaus berechtigt war und weiterhin anhält. Die Größe von 41,5mm und die noch moderate Bauhöhe passen perfekt für meinen 18,5cm messenden Handgelenksumfang und das Zifferblatt bietet immer neue Highlights je nach Lichteinfall. Das Band ist grundsolide und bietet einen schönen Tragekomfort. Eine Feinverstellung wäre zwar schön und wünschenswert, ihr Fehlen ist aber meinen Augen kein großer Minuspunkt. Die graue Lünette hätte ich als Designer vermutlich dunkler gestaltet, in Schwarz oder Dunkelblau, um einen besseren Kontrast zum Rest der Uhr zu schaffen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Der Mineral-Glasboden bietet einen Blick auf das schlichte Werk mit einem teilweise rotem Rotor. Hier gibt es nicht wirklich viel zu sehen, so dass auch ein geschlossener Boden mit schöner Gravur eine Überlegung wert gewesen wäre, der offene Boden schadet keinesfalls, Saphirglas wäre aber schön gewesen. Alles in allem bekommt man hier zu einem Listenpreis von derzeit 2.000 Euro eine wie ich finde wunderschöne und toll gearbeitete Uhr, welche sich in meinem persönlichen Ranking einen der oberen Plätze im Luxuseinsteigersegment verdient hat und die ich jeder/jedem weiterempfehlen würde, die/der etwas für ausgefallene Uhren von von guter Qualität übrig. Der Nachhaltigkeitsgedanke und das recycelte PET Plastik als Zifferblatt bilden das Highlight des Ganzen!

Vielen Dank an alle Leserinnen und Leser, die es bis hierher geschafft haben. Ich hoffe sehr, der Beitrag hat Euch gefallen!

Macht es gut, bis bald 🙂

Euer Florian

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